6 Chondren
Teil 1: Struktur und Klassifikation der Chondren (1 - 4)
Chondren sind eine von zwei Hauptkomponenten in fast allen Chondriten. Deren Entstehung gehört zu den wichtigsten Fragen der Kosmochemie, um damit einen der offensichtlich häufigsten und wichtigsten Prozesse in der protoplanetaren Scheibe zu verstehen. Die Textur der Chondren gibt viele Hinweise auf deren Entstehungsbedingungen. Studiere die verschiednen Chondren-Texturen an und beschreibe, was daraus über die Chondren-Entstehungsbedingungen gelernt werden kann.
Lernziele
Nenne und beschreibe die verschiedenen Chondren Textur-Typen und -Klassifikationen. Erkläre und gib Belege für die Entstehung der unterschiedlichen Chondren-Texturen.
Teil 2: Petrologie und Phasendiagramme für Chondren (5 - 6)
Chondren sind ultramagische System und ähneln darin dem Erdmantel – plus Metall und Sulfide. Die Petrologie und Kristallisation der Chondren werde daher am Besten in ähnlichen Phasendiagrammen wiedergeben, wie sie auch für Basalte verwendet werden. Mache Dich mit geeigneten Phasendiagrammen für Chondren vertraut und beschreibe typische Kristallisationspfade für diese, um deren beobachtete Phasen und Phasenbeziehungen zu erklären.
Lernziele
Nenne adäquate ternäre und binäre Phasendiagramme, um die Kristallisation und das Aufschmelzen von Chondren zu beschreiben. Erkläre den Aufbau und die Elemente in diesen Phasendiagrammen, sowie Kristallisationspfade für die Gleichgewichts- und fraktionierte Kristallisation.
Teil 3: Plot-Typen und Anfertigen eines Plots (7 - 13)
Daten werden sinnvollerweise in Diagrammen dargestellt. Bei der Erstellung von Diagrammen ist die aussagekräftige Darstellung der Daten unerlässlich. Dazu muss darauf geachtet werden, keines der zentralen Elemente eines Diagramms zu vergessen. Ebenso wichtig ist es zu wissen, welchen Diagramm-Typ man verwendet, bzw. zu erkennen, um was für einen Diagramm-Typ es sich bei einem betrachteten Diagramm handelt. Informiere Dich über die verschiedenen Diagramm-Typen, beschreibe die wichtigen Elementen eines Diagramms, und stelle eine Auswahl der wichtigen Diagramm-Typen in MetBase dar.
Lernziele
Kenntnis und Benennung aller notwendigen Elemente eines Diagramms. Kenntnis, Darstellung und Verwendung der wichtigen Diagramm-Typen. Sicheres Anwenden der verschiedenen Diargamm-Typen in MetBase.
6.1 Chondren Klassifikation – Textur-Typen
Chondren werden in verschiedene texturelle Typen eingeteilt. Die häufigsten (typischerweise >90%) sind Chondren mit großen Olivin- und/oder Pyroxen-Kristallen. Zwischen diesen befindet sich fein-kristallines bis glasiges Ca,Al-reiches und feldspat-ähnliches Material, das teils aus einer verwachsenen Mischung aus Feldspat, Pyroxen und eine SiO2-Polymorph besteht. Dieses Material wird Mesostasis genannt. Solche Chondren werden aufgrund der großen Kristalle als ›porphyritische Chondren‹ bezeichnet. Porphyritische Chondren sind oftmals mineralogisch zoniert, mit Olivin im Kern und niedrig-Ca Pyroxen am Rand. Diese zonierten Chondren sind der Haupttyp der porphyrischen Chondren in fast allen Chondriten, und werden mineralogisch zonierte porphyritische – oder MZP – Chondren genannt. Porphyritisch unzonierte Chondren werden konsequenterweise mineralogisch unzonierte porphyritische – oder MUP – Chondren genannt. Porphyritische Chondren haben sich wahrscheinlich aus einer Schmelze mit ausreichend Nuklei gebildet, an denen Olivin und Pyroxen kristallisieren konnten. Die zwei nächst-häufigen Typen sind Balken-Olivin (BO) und radial-strahlige Pyroxene (RP) Chondren (ca. 5-10%). BO Chondren bestehen aus ungefähr parallelen Olivin-Balken, und dazwischen Mesostasis. Die parallelen Balken sind Skelett-Strukturen, die bei schneller Unterkühlung aus einer praktisch Nuklei-freien Schmelze entstanden sind. BO Chondren sind häufig von einem magnetischen Saum umgeben. RP Chondren sind wahrscheinlich ebenso aus einer nahezu Nuklei-freien Schmelze entstanden, die allerdings SiO2-reicher war. Ein Kristallisationskeim am Rand der Chondre, der immer wieder einmal beobachtet werden kann, löste die Kristallisation des Pyroxens aus, der in feinen Nadeln radialstrahlig vom Keim ausfächert. Es gibt sehr viele weitere texturelle Chondren-Typen, die jedoch entweder nur in bestimmten Chondrit-Gruppen vorkommen, oder selten sind. So treten in CH und CB Chondren häufig kryptokristalline und Skelett-Chondren auf, die in andere Chondrit-Typen praktisch nicht vorkommen. Weitere seltene und Sub-Textur Typen sind z.B. mikro-porphyritik, granular Olivin, oder SiO2-reiche Chondren.
Das sind porphyrische Chondren. Diese sind meist Typ I Chondren in kohligen Chondriten (>95%), während es in gewöhnlichen Chondriten bis zur Hälfte Typ II Chondren gibt. Enstatit Chondriten enthalten praktisch ausschließlich Typ I Chondren. Porphyrische Chondren sind häufig mineralogisch zoniert, mit Olivin im Kern und niedrig-Ca Pyroxen am Rand. Olivin und Pyroxen sind die porphyrischen Minerale, die in einer glasigen bis fein-kristallinen Mesostasis aus Feldspat-ähnlichem – d.h. Ca,Al-reichem – schwimmen.
Balken-Olivin (BO) Chondren, radialstrahlige Pyroxen (RP) Chondren, mikroporphyrische (MP) Chondren, kryptokristalline (CC) Chondren, Skelet-Olivin (SO) Chondren, SiO2-reiche Chondren (SRC), usf.
✓CI
✗CV
✗CK
✗CO
✗CM
✗CH
✗CB
✗Wahr
✓Falsch
✗Wahr
✓Falsch
6.2 Mineralogisch zonierte Chondren
Mineralogisch zonierte Chondren haben Olivin im Kern und niedrig-Ca Pyroxen am Rand. In sehr seltenen Fällen wird auch eine inverse Zonierung beobachtet. In den unterschiedlichen Chondrit-Gruppen sind die Anteile mineralogisch zonierter Chondren bzgl. aller Chondren systematisch unterschiedlich: kohlige: ca. 80%; gewöhnliche: ca. 50%; Enstatit: ca. 40%; R: ca. 40%; und K: ca. 7%. Der Pyroxen-Rand hat sich vermutlich durch die Reaktion von Chondren-Olivin mit umgebenden, SiO-reichem Gas gebildet. Die Chondren waren also während ihrer Bildung offene Systeme, die Material mit der Umgebung ausgetauscht haben.
CC: 90%; OC, EC, R: 50%; K: 10%
Chondren waren sehr wahrscheinlich offene System, und haben Material mit dem umgebenden Gas ausgetauscht. Vermutlich waren Chondren zu Beginn Olivin-reich. Das umgebende Gas war durch fraktionierte Kondensationsprozesse an SiO(g) angereichert. Der Olivin in der Chondren reagiert mit dem SiO im Gas zu niedrig-Ca Pyroxen, der sich entsprechend am Rand der Chondren bildete, und häufig realistischen Olivin poikilitisch einschließt. Dieser Prozesse könnte generell die Variationen der Gesamt-Chondren Zusammensetzungen in einem Chondrit erklären. Zum Beispiel könnten variable Oberflächen/Volumen Verhältnisse oder etwas unterschiedliche Hoch-Temperatur Episoden der jeweils einzelnen Chondren zu unterschiedlich straken Material-Austausch geführt haben, und damit zu den unterschiedlichen Gesamt-Chondren Zusammensetzungen.
✓… offene Systeme
✗… geschlossene Systeme
✗… eine Chondren mit niedrig-Ca Pyroxen im Kern, umgeben von Olivin.
✗… ein Schnitt nahe des Chondren-Äquator, mit Olivin im Kern, umgeben von niedrig-Ca Pyroxen.
✗… eine porphyrische Chondre mit Olivine im Kern, umgeben von niedrig-Ca Pyroxen.
✓… eine Chondre mit Olivine im Kern, umgeben von niedrig-Ca Pyroxen.
✗Wahr
✗Falsch
6.3 Chondren Klassifikation – Typ I und Typ II
Chondren werden anhand des molaren Fe-Anteils in Olivin und/oder Pyroxen in zwei petrologische Typen eingeteilt: Typ I haben einen Fe-Gehalte zwischen 0 und 10 Mol% Fe und Typ II haben einen Fe-Gehalte zwischen 10 und 100 Mol% Fe. In Chondriten die mehr Metamorphose erfahren haben sollte eher Pyroxen verwendet werden, da Olivin schneller Mg-Fe mit der Umgebung austauscht. Gewöhnliche Chondrite haben viele Typ II Chondren, kohlige nur wenige, und Enstatit Chondrite fast keine.
Fe/(Fe+Mg), all in atom, d.h. Mol Häufigkeiten.
Chondren Olivin oder Pyroxen.
✗Mg2SiO4
✗(Mg,Fe)SiO3
✗Mg2SiO6
✗FeSiO4
✗(Mg,Fe)2Si2O6
✓Fe2SiO4
✓10 Mol% Fe in Ferrosilit.
✓10 Mol% Fe in Fayalit.
✓90 Mol% Mg in Enstatit.
✓90 Mol% Mg in Forsterit.
✓Wahr
✗Falsch
6.4 Chondren Klassifikation – Sub-Typen A-AB-B
Den petrologischen Chondren-Typen I und II wird öfter durch einen von 3 Sub-Typen erweitert, der durch einen nachgestellten Buchstaben gekennzeichnet ist: A: Olivin-reich (= Si-arm); AB: Olivin/Pyroxen (= intermediäres Si); B: Pyroxen-reich (= Si-reich).
at% = Atom%. Dazu wird Gew% durch die Masse des Elements geteilt. Für eine ganze Analyse werden alle Element Gew% zunächst durch deren Massen geteilt. Das ergibt die at%. Dann werden diese auf 100 at% re-normalisiert. Dasselbe gilt für Minerale, die schlicht eine Kombination mehrerer Elemente darstellen.
Diese sind Fe-arm (Typ I) und Si-reich, d.h. Pyroxen-reich (sub-Typ B).
✗… 0.5
✗… 1
✗… 1.5
✓… 2
✗… Si-arm
✗… intermediär in Si
✓… Si-reich
✓… kohlige Chondrite
✓… gewöhnliche Chondrite
✓… Enstatit Chondrite
✓… R & K Chondrite
6.5 Mineralkristallisation in Chondren (An - SiO2 - Fo inkl. der binären Systeme)
Chondren sind mafische, magmatische Systeme. Chondren-Kristallisation kann z.B. im ternären petrologischen Diagramm Forsterit-Anorthit-Quarz beschrieben werden. Komprimiert, und nur der häufigste Fall: die meisten Chondren starten als Schmelzen tief im Forsterit-Primärphasenfeld. Von dort bewegt sie sich zur peritektischen Linie, auf der die Olivin-übersättigte Schmelze mit SiO2 zu Pyroxen reagiert. Die Schmelze entwickelt sich sodann entlang der peritektischen Linie zum peritektischen Punkt, an dem noch Anorthit kristallisiert. Im peritektischen Punkt läuft die peritektische Reaktion zusammen mit Anorthit-Kristallisation so lange ab, bis alle Schmelze verbraucht ist. Das ist die Gleichgewichtskristallisation. Häufiger ist die fraktionierte Kristallisation, bei der nicht aller zunächst kristallisierte Olivin in der peritektischen Reaktion reagiert. In dem Fall kann auch Enstatit kristallisieren, und die Schmelze trifft entweder auf die kotektische Linie En+An oder En+Qz, und endet im eutektischen Punkt, an dem die 3 Phasen Enstatit, Anorthit, Quarz kristallisieren. Olivin ist aufgrund der fraktionieren Kristallisation weiterhin vorhanden. Chondren erfuhren sehr wahrscheinlich eine fraktionierte Kristallisation, da deren Mesostasen oftmals glasig oder fein-kristallin sind, das auf sehr schnelle Abkühlung hinweist. Die typische, beobachtete Chondren-Paragenese ist Olivin+Pyroxen+Feldspat, und in seltenen Fällen zusätzlich SiO2. Für eine vollständigere Beschreibung sollte außerdem das ternäre Phasendiagramm Diopsid-Anorthit-Forsterit betrachtet werden.
6.6 Mineralkristallisation in Chondren (Di - An - Fo inkl. der binären Systeme)
Chondren sind mafische, magmatische Systeme. Chondren-Kristallisation kann z.B. im ternären petrologischen Diagramm Diopsid-Anorthit-Forsterit beschrieben werden. Komprimiert, und nur der häufigste Fall: die meisten Chondren starten als Schmelzen tief im Forsterit-Primärphasenfeld. Von dort bewegt sich eine Schmelze entweder zur Fo+An oder Fo+Di kotektischen Linie, entlang der dann die beiden entsprechenden Minerale gemeinsam kristallisieren, bis der eutektische Punkt erreicht wird. Dort kristallisieren alle 3 Phasen Fo+Di+An aus, bis alle Schmelze verbraucht ist. Fraktionierte Kristallisation läuft qualitativ gleich ab. Die End-Paragenese ist im Einklang mit typisch beobachteten Chondren-Paragenesen aus Olivin+Pyroxen+Feldspat, und immer mal wieder Spinell, der – zumindest in diesen Fällen – auf eine initial Schmelze näher an der binären Verbindung Fo-An hindeutet. Für eine vollständigere Beschreibung sollte außerdem das ternäre Phasendiagramm Forsterit-Anorthit-Quarz betrachtet werden.
6.7 Einen Plot anfertigen
Ein kurze Anleitunge welche wichtigen Elemente eine Plot enthalten soll, bzw. darin auftauchen sollten oder müssen.
Achsenbeschriftung, Einheiten, aussagekräftige Skalierung mit Zahlen, eine Legende.
Ausschließlich Information, die keinen Platz (mehr) in der Abbildung findet. Auflösung der verwendeten Abkürzungen. Jegliche Erklärung gehört in den Text. Selbsterklärendes wie: ›Im Diagramm ist Mg gegen Ti aufgetragen‹ gehört auch nicht in die Unterschrift.
✓Dass die Farben der Symbole in allen Diagrammen gleich sind.
✗Dass beide Diagramme einen Rahmen haben.
✗Dass beide Diagramme ein Bildunterschrift haben.
✓Dass die Symbole in allen Diagrammen gleich sind.
✗Das Diagramm ist nicht unschön in eine Richtung in ›offen‹.
✓Es lassen sich leicht Verbindungslinien einzeichnen.
✗Ein vollständiger Rahmen bietet mehr Möglichkeiten der Beschriftung.
✗Die Symbolbezeichnungen von unten nach oben in derselben Reihenfolge wie die Symbole im Plot selbst.
✗Die Symbolbezeichnungen von unten nach oben in alphabetischer Reihenfolge.
✓Alle Symbolbezeichnungen in derselben Farbe.
✓Die Symbolbezeichnungen von oben nach unten in derselben Reihenfolge wie die Symbole im Plot selbst.
✗Schwere/dunkle Farben eher weiter oben.
6.8 Grundlegendes über Scatter Plots
Der gebräuchlichste Plot, um Daten zu visualisieren. Datenpaare in der Form ((x1,y1),(x2,y2),(…,…)) werden benötigt. Jeder Datensatz, der dieses einfache Kriterium erfüllt kann in einem Scatter Plot abgebildet werden.
Beide Achsen zeigen einen Wert, typischerweise eine einfachen Wert, ein Verhältnis, ein Kehrwert, der Logarithmus eines Werts/Verhältnisses, etc.
Es wird eine statische Aussage dargestellt. Die gezeigten Daten stellen den derzeitigen Zustand eines Systems dar, z.B. die derzeitige Zusammensetzung eines Gesteins.
✓… zeigt die Zusammensetzung eines Gesteins mit jeweils einer Elementkonzentration oder Isotopen-Zusammensetzung auf den Achsen (z.B. Mg vs. Al).
✗… zeigt die SEE Zusammensetzung von Gesteinen mit unterschiedlichen Anreichungs-/Verarmungsmustern.
✓… zeigt die Daten in einem Isochronen-Diagramm.
✗… zeigt die Isotopen-Fraktionierung eines Reservoirs während der Evaporation einer Schmelze.
✓… eine Element-Konzentration
✓… eine normalisierte Element-Konzentration
✗… ein Proben-Name
✗… die Zeit
✓… eine Isotopen-Zusammensetzung
✗… ein chemisches Element.
✓… eine Element-Konzentration
✓… eine normalisierte Element-Konzentration
✗… ein Proben-Name
✗… die Zeit
✓… eine Isotopen-Zusammensetzung
✗… ein chemisches Element.
6.9 Grundlegendes über Kategorien Plots
In diesem typischen Plot werden Kategorieren entlang der x-Achse, manchmal auch entlang der y-Achse aufgetragen. Unter-Typen sind z.B. Histogramm, Linien-Plots, Caltech-Plots, Bar-Charts oder Box-Whisker Charts. Kategorieren können Elemente sein, z.B. die SEE oder etwas wie Chondren-Typ, Shock-Klasse, usw.
Der Wert entlang der y-Achse ist typischerweise ein einfacher Wert, ein Verhältnis, ein Kehrwert, der Logarithmus eines Werts/Verhältnisses, etc. Die Kategorie ist typischerweise, aber nicht notwendigerweise, eine Beschreibung und kein Wert. Z.B. ein Proben-Name, ein Ortsname, der Name eines chemischen Elements, ein Klassifikationsname, etc. Die Kategorie wird üblicherweise entlang der x-Achse aufgetragen. Isotopen-Zusammensetzungen werden auch gerne umgekehrt dargestellt, mit der Kategorie entlang der y- und dem Wert entlang der x-Achse.
Es wird eine statische Aussage dargestellt. Die gezeigten Daten stellen den derzeitigen Zustand eines Systems dar, z.B. die derzeitige Zusammensetzung eines Gesteins.
✓… zeigt die SEE Zusammensetzung von Gesteinen mit unterschiedlichen Anreichungs-/Verarmungsmustern.
✓… zeigt die Zusammensetzung eines Gesteins mit jeweils einer Elementkonzentration oder Isotopen-Zusammensetzung auf den Achsen (z.B. Mg vs. Al).
✗… ist der ›Caltech‹ Plot, d.h., es wird z.B. eine Isotopen-Zusammensetzung auf der x-Achse aufgetragen, und die Proben-Namen entlang der y-Achse.
✓… ist ein normalisierter Plot der die Gesamt-Zusammensetzung der Chondrite darstellt, mit den verschiedenen Chondrit-Gruppen entlang der x-Achse.
✓… eine Element-Konzentration
✓… eine normalisierte Element-Konzentration
✗… ein Proben-Name
✗… die Zeit
✓… eine Isotopen-Zusammensetzung
✗… ein chemisches Element.
✗… eine Element-Konzentration
✗… eine normalisierte Element-Konzentration
✓… ein Proben-Name
✓… die Zeit
✗… eine Isotopen-Zusammensetzung
✓… ein chemisches Element.
6.10 Grundlegendes über Funktionen Plots
Funktionen werden zum Modellieren verwendet. Einen Fuktion enthält einen freien Paramter, welcher auf der x-Achse abgetragen ist. Dieser freie Parameter kann eine Menge bei einer Mischung darstellen oder den Anteil fratkionierte Materials aus einer Schmelze oder kondensiert aus einer Gasphase. Er kann das Alter einer Reservoirentwicklung darstellen, oder die voran schreitende Zeit bei der Element-Diffusion, usw.
Der Wert entlang der y-Achse verändert sich, d.h. er ist abhängt vom Wert der entlang der x-Achse aufgetragen ist. Der y-Wert kann ein einfacher Wert sein, ein Verhältnis, ein Kehrwert, der Logarithmus eines Werts/Verhältnisses, …, wohingegen der x-Wert typischerweise ein einfacher Wert ist, der über ein oftmals begrenztes Intervall aufgetragen wird (z.B. Zeit oder Anteil).
Es wird ein dynamische Aussage dargestellt, da sich die Variable entlang der x-Achse ändert. Diese dynamische Veränderung ist es, was am Funktionen Plot in der Regel die interessanteste Aussage ist.
✓… ist, wie sich die Zusammensetzung eines Reservoirs über die Zeit entwickelt.
✗… der Isochronen-Plot, der die Chronologie eines Reservoirs über die Zeit darstellt.
✓… ist, wie sich die Zusammensetzung eines Reservoirs relativ zum entzogenen Anteil eines Materials entwickelt.
✓… zeigt die Isotopen-Fraktionierung eines Reservoirs während der Evaporation einer Schmelze.
✗… ist, wie sich die Zusammensetzung eines Reservoirs über die Zeit entwickelt, mit jeweils einem Element auf den Achsen (z.B. Mg vs. Al).
✓… eine Element-Konzentration
✗… die Zeit
✓… eine Isotopen-Zusammensetzung
✗… ein Anteil (z.B., 0…1) von etwas das hinzu gefügt/entfernt wird.
✓… eine Element-Konzentration
✓… die Zeit
✓… eine Isotopen-Zusammensetzung
✓… ein Anteil (z.B., 0…1) von etwas das hinzu gefügt/entfernt wird.
✓Wahr
✗Falsch
6.11 Grundlegendes über Parameter Plots
Parameter-Plots werden zum Modellieren verwendet. Ein Parameter-Plot enthält einen freien Parameter, aber zwei Funktionen, die diesen selben, einen, Parameter verwenden. Das Ergebnis dieser Funktionen, d.h., dere jeweilige y-Werte werden entlang der Achsen eines x-y Plots aufgetragen. Damit wird der freie Parameter selbst nicht dargestellt. Die beiden Funktionen können durchaus dieselben sein, z.B. die Mischungsgleichung zweier Reservoire, allerdings enthalten die Gleichungen z.B. unterschiedliche Elemente. Das Ergebnis dieser Rechnung wird dann in einem scatter plot mit den beiden Elementen auf den Achsen dargestellt.
Entlang beider Achsen ist das Ergebnis einer Funktion dargestellt. Beide Funktionen haben denselben veränderbaren Parameter. Formal sieht das wie folgt aus: y1 = f(x) und y2 = g(x). Die beiden Funktionsergebnisse y1 und y2 werden entlang der beiden Achsen dargestellt. f und g sind die beiden Funktionen, und x der gemeinsame, veränderbare Parameter. Ein Beispiel ist das Isochronen-Diagramm. Hier ist die Funktion entlang der x-Achse die Zerfallsgleichung des Mutter-Isotops, und die Funktion entlang der y-Achse die Zuwachsgleichung des Tochter-Isotops. Der gemeinsame, veränderbare Parameter ist die Zeit t. Ein weiters Beispiel wäre Reservoir-Mischung, mit zwei Elementkonzentrationen entlang der Achsen (z.B. Si vs. Na). Die Funktionen entlang beider Achsen wäre die Mischungsfunktion, jedoch mit Si darin für die eine Achse und Na darin für die andere Achse. Der gemeinsame, veränderbare Parameter wäre der Anteil der Reservoire, die sich mischen.
Es wird ein dynamische Aussage dargestellt, da sich die gemeinsame Variable ändert. Diese dynamische Veränderung ist die Hauptaussage des Parameter Plots. Er wird primär verwendet, um verschiedene Prozesse zu modellieren. Er wird häufig in Kombination mit dem Scatter Plot verwendet.
✓… ist, wie sich die Zusammensetzung eines Reservoirs über die Zeit entwickelt.
✓… der Isochronen-Plot, der die Chronologie eines Reservoirs über die Zeit darstellt.
✓… ist, wie sich die Zusammensetzung eines Reservoirs relativ zum entzogenen Anteil eines Materials entwickelt.
✓… zeigt die Isotopen-Fraktionierung eines Reservoirs während der Evaporation einer Schmelze.
✓… ist, wie sich die Zusammensetzung eines Reservoirs über die Zeit entwickelt, mit jeweils einem Element auf den Achsen (z.B. Mg vs. Al).
✓… eine Element-Konzentration
✗… die Zeit
✓… eine Isotopen-Zusammensetzung
✗… ein Anteil (z.B., 0…1) von etwas das hinzu gefügt/entfernt wird.
✓… eine Element-Konzentration
✗… die Zeit
✓… eine Isotopen-Zusammensetzung
✗… ein Anteil (z.B., 0…1) von etwas das hinzu gefügt/entfernt wird.
6.12 Grundlegendes über Plot-Kombinationen
Werden beispielsweise Daten mit einem Modell in einem einzigen Plot kombiniert, müssen dafür unterschiedliche Plot-Typen kombiniert werden. Zum Beispiel ein Scatter Plot mit einem Parameter Plot.
Selbstverständlich können alle Arten von Werten dargestellt werden. Es ist nur wichtig, dass alle zu kombinierenden Plots dieselben Werte auf denselben Achsen haben.
Plot-Kombinationen sind ideal um statische und dynamische Inhalte gemeinsam darzustellen. Z..B. könnten in einem x-y-Diagramm die statische Zusammensetzung eines Gesteins dargestellt werden, und das mit einem dynamischen Parameter-Plot kombiniert werden, in dem z.B. eine Mischung oder Fraktionierung modelliert würde. Oder, in einem anderen Beispiel könnte die Isotopen-Zusammensetzung vieler Gesteine in einem statischen x-y Plot gezeigt werden – z.B. epsilon Hf vs. Zeit –, die dann mit einem dynamischen Entwicklungsdiagramm kombiniert wird, welches das Lu-Hf System modelliert.
✓… ein statischer Plot, der mit einem statischen Plot kombiniert wird.
✓… ein statischer Plot, der mit einem dynamischen Plot kombiniert wird.
✓… ein dynamischer Plot, der mit einem dynamischen Plot kombiniert wird.
✗Wahr
✓Falsch
✓Wahr
✗Falsch
6.13 Grundlegendes über Ternäre Plots
Dieser wird verwendet wenn Daten-Triple ((x1,y1,z1),(x2,y2,z3),(…,…,…)) visualisiert werden. Phasen-Diagramme oder chemographische Dreiecke verwenden diese Darstellung.
Im Prinzip jede Art von Wert. Das könnten absolute Konzentrationen sein, z.B. von Elementen, welche dann in den Ecken dargestellt wären. Jedoch werden oftmals Komponenten wie beispielsweise Mineral in den Ecken dargestellt. In den Fällen werden meist Anteil dieser Komponenten entlang der Achsen dargestellt. D.h., die absoluten Häufigkeiten der einzelnen Komponenten werden auf 1 oder 100 re-normalisiert.
Selbstverständlich geht das. Es wäre möglich eine ternäre Plot-Kombination zu konstruieren, die beispielsweise dynamische Inhalte hinzufügt und etwa Mischung, Fraktionierung oder selbst radiogene Entwicklungen darstellt.
✓… ist ein Phasen-Diagramm.
✗… zeigt die SEE Zusammensetzung von Gesteinen mit unterschiedlichen Anreichungs-/Verarmungsmustern.
✗… ist der ›Caltech‹ Plot, d.h., es wird z.B. eine Isotopen-Zusammensetzung auf der x-Achse aufgetragen, und die Proben-Namen entlang der beiden anderen Achsen.
✓… ist eine chemographische Darstellung representation.
✗Wahr
✓Falsch
✓a/(a+b+c)
✗a/(b+c)
✗a/a+b+c c/(a+b+c)
✓b/(b+c)